Chronologie
Aus der Chronologie des Schützenverein Querum

Die Erlebnisse und Eindrücke des deutsch-französischen Krieges 1870-1871 bewegten Männer, die dem "Vaterländischen Gedanken" zugetan waren, sich am 21. Juni 1874 in der Gastwirtschaft "Zum Zoll" zusammen zu setzen. Mit dem Fahnenspruch: "Ueb Aug und Hand fürs Vaterland" wurde der Schützenverein Querum gegründet. Zum Präsidenten wurde Karl Klusmann gewählt. Die Schießübungen wurden im Bereich Holzmoor abgehalten.

Durch die beiden Weltkriege gingen leider fast alle Aufzeichnungen aus der Geschichte des SV Querum verloren. Aber Einiges blieb uns noch erhalten. So wissen wir noch, daß im Januar 1899 Fritz Haberland zum Vorsitzenden gewählt wurde. Im August 1914 wurde Otto Morgenstern von dem damaligen Vorsitzenden Emil Papendorf zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Nach dem 1. Weltkrieg festigte Hermann Stieghan den SV Querum und baute ein neues Vereinsleben auf. Im Jahre 1924 wird von Willi Mellies das 50-jährige Stiftungsfest durchgeführt, er bleibt Vorsitzender bis 1933. Aus der Zeit von 1933-1943 sind noch Otto Hartmann und Heinrich Duwald als Vorsitzende bekannt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden alle Schützenvereine veboten, sämtliche Waffen wurden eingezogen. Unter dem Vorsitzenden Karl Horstmann wurde 1949 das Schießen mit Luftdruckwaffen wieder begonnen.

In den Jahren 1950-1953 lösten sich Karl Reilemann, Karl Horstmann und Heinrich Duwald in der Vereinsführung ab. Zum 80-jährigen Jubiläum im Jahre 1954 wird ein Festbuch herausgegeben. Vorsitzender ist Robert Pages, Otto Morgenstern ist immer noch Ehrenpräsident. 1956 wird Karl Schieber Vorsitzender. Unter seiner Leitung und der Mithilfe aller Vereinsmitglieder wurde mit dem Bau einer eigenen Schießanlage begonnen.

Bis zum Jahre 1960 wurde im Jägerheim in Querum mit Luftgewehr und bei "Tante Anna", einem Querumer Original, mit KK-Gewehr geschossen. Dann wurde der neue Schießstand am "Sandberg" Feuerbergweg 11 eingeweiht. Die Anlage bestand aus 10 Ständen für Luftdruckwaffen, 4 Stände für KK-Gewehr und 5 Pistolenständen. 1961 zog Karl Schieber nach Woltsdorf und der Verein brauchte einen neuen Vorsitzenden. Der wurde mit Helmut Hebecke schnell gefunden. Die Schützenfeste fanden jetzt auf dem Gelände des Schützenvereins statt.

1967 wurde Peter Kunzmann Vorsitzender. Ab dem Jahr 1970 wandelte sich der SV Querum von einem Traditionsverein in einen Sportschützenverein. Dieter Lagosky wurde 1971 Vorsitzender. Das Sportschießen fand immer mehr Anklang, und so mußte im selben Jahr der Pistolenstand erweitert werden. Damit hatte der Verein 10 Pistolenstände und immer mehr Erfolge bei Kreis- und Landesmeisterschaften. Am 13. April 1973 wurde die Bogengruppe des SV Querum ins Leben gerufen. Eine gute Entscheidung, Querumer Bogenschützen gehören heute zu den besten in Deutschland.

Dieter Lagosky war bis 1974 Vorsitzender, unter seiner Leitung feierten wir das 100- jährige Bestehen des Vereins. Im Jahre 1975 wurde Jürgen Wendt zum Vorsitzenden gewählt. Er hatte schon als Schießsportleiter maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Sportschießens im SV Querum. Das Vorderladerschießen wurde 1975 in das Vereinsprogramm aufgenommen. Auch in dieser Disziplin feierten die Querumer beachtliche Erfolge. 1981 wurde der Anbau einer Halle für Luftdruckwaffen abgeschlossen. Der Bau war notwendig geworden, weil die erforderlichen Leistungen in diesen Disziplinen nur in geschlossenen Räumen erbracht werden konnten. Die alten Kleinkaliberstände wurden im Jahr 1989 baufällig. Durch den erforderlichen Neubau war der Verein in der Lage gleichzeitig einen Schießstand für die Laufende Scheibe zu installieren.

Durch die 1992 eingeführten Pflichtarbeitsstunden befindet sich die Gesamtanlage in einem hervorragenden Zustand, mit den besten Trainingsmöglichkeiten für Sportschützen. 1997 wurde die Einführung einer Bundesliga für Bogenschießen durch den Deutschen Schützenbund beschlossen. Die Querumer Bogenschützen qualifizierten sich als einzige Niedersächsische Mannschaft und beendeten die Saison mit dem 3. Platz.

Der langjährige Schießsportleiter August Brese wurde 1997 Ehrenmitglied und trat von seinem Amt zurück. Die Hauptversammlung ernannte Jürgen Wendt am 26. Februar 1999, wegen seiner Verdienste für den Verein und für über 40 Jahre Mitgliedschaft, zum Ehrenmitglied. Jürgen Wendt ist bis zum heutigen Tag unser Präsident und wir hoffen, dass er es noch lange bleiben wird.2012 wurden die Kleinkaliberstände mit Elektronischen Trefferanzeigen ausgestattet und die alten Zuganlagen verschrottet. 2013 erfolgte auch in der Luftdruckhalle der Umbau von 10 Anlagen auf Elektronische Anlagen. Durch diese Massnahmen verfügt der Verein jetzt über eine der modernsten Schießanlagen in Braunschweig.
So wurde 2013 ein Lichtpunktgewehr für Kinder ab 6 Jahre angeschafft um Jugendliche bereit früh an den schönen Schießsport heran zu führen.

Die Daten wurden von J. Bensemann und J. Wendt erarbeitet und von M. Krause zusammengefasst.